Führung durch die Neulandhalle - Kurs-Nr.: S-16

Die Neulandhalle wurde im Jahr 1935 gebaut – als zentraler Versammlungsort im gerade eingedeichten Dieksanderkoog (damals „Adolf-Hitler-Koog“). Mit viel Propaganda feierten sich hier die Nationalsozialisten für eine „friedliche Erweiterung des deutschen Lebensraums“ und die Errichtung einer „Volksgemeinschaft im Kleinen“. In dem Musterkoog erhielten 92 von den Nationalsozialisten handverlesene Siedler Hofstellen. Das zentrale Gebäude, die als „Anti-Kirche“ konzipierte Neulandhalle, wurde von den Nationalsozialisten auf einer Warft, dem Franzosensand, errichtet. Sie bildete das Zentrum des Gemeinschaftslebens der kurz zuvor angesiedelten Bauern. Sie wurde für ideologische Schulungen der Bevölkerung genutzt und diente an nationalen Feiertagen, wie dem „Tag der Arbeit“, als Versammlungsort. Seit Mai 2019 informiert eine dauerhafte und selbsterklärende Außenausstellung über die fatale Propaganda und Volksgemeinschafts-Ideologie der Nationalsozialisten. Der Historische Lernort Neulandhalle rund um die ehemalige Versammlungs- und NS-Schulungsstätte im einstigen „Adolf-Hitler-Koog“ dokumentiert den Zusammenhang von vermeintlich unpolitischen Maßnahmen wie der Landgewinnung mit dem völkisch-rassistischen Gedankengut der Nazis. Träger ist der Kirchenkreis Dithmarschen. Die historische Ausstellung wurde entwickelt und umgesetzt von einer Projektgruppe der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg und steht vollständig im Freien.

Hinweis: Bitte mit eigenem Pkw anreisen. Adresse: Franzosensand 2, 25718 Friedrichskoog. Für dieses Angebot bitte anmelden.

Dozententeam
Neulandhalle Historischer Lernort , Franzosensand 2 , 25718 Friedrichskoog

Donnerstag, 23.07.2020, 17:00 – 18:30 Uhr

Freitag, 24.07.2020, 17:00 – 18:30 Uhr

8 €
bitte direkt zur Führung mitbringen
Keine Ermäßigung
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